Roboter für Bergwerk

10.03.2015 / Pressemitteilung:

Helle Köpfe aus Bayern bauten „Innok Heros“ für Forschungsbergwerk


Münchsried / Freiberg.
"Erstmals untersuchen wir hier die Einsatzmöglichkeiten mobiler Roboter im Bergbau“, sagt Prof. Dr. Bernhard Jung von der Fakultät für Mathematik und Informatik an der TU Bergakademie Freiberg stolz und ergänzt: „Das Freiberger Forschungsbergwerk ist schließlich seit vielen Jahrzehnten ein Hort der Innovation für Bergbautechnik.“ Der Roboter, der künftig selbständig in das Forschungsbergwerk in Freiberg fahren wird, stammt aus der Oberpfalz. Das Fahrzeug heißt „Innok Heros“. Entwickelt und gebaut haben es die jungen Ingenieure des Startup-Unternehmens Innok Robotics in Münchsried im Landkreis Regensburg.

Innok Heros fährt 150 Meter unter der Erde

Innerhalb der Initiative „Robots in saXony (RoX)“ beschäftigt sich das Forschungsprojekt „Mining-RoX“ mit dem Einsatz intelligenter Serviceroboter im Bergbau. Im Rahmen des Projektes sollen in den nächsten zwei Jahren mobile Roboter befähigt werden, exakte 3D-Kartierungen von Bergwerken zu erstellen sowie Umgebungsbedingungen wie Luft- und Wasserqualität autonom zu erfassen. Sie bieten ein zuverlässiges Monitoring, das die Arbeitssicherheit verbessert und die Kosten reduziert.

Die Ingenieure von Innok Robotics entwickelten dafür ein Fahrzeug, das mit den widrigen Bedingungen bei bis zu 150 Metern Tiefe im Untertagebau zurechtkommt. „Das war unsere größte Herausforderung. Unter Tage herrscht eine extreme Luftfeuchtigkeit, es tropft Wasser von der Decke und auch Säuren bilden sich dort. Dagegen muss der Roboter standhalten“, erklärt Diplom-Ingenieur für Ingenieurinformatik Alwin Heerklotz, Geschäftsführer von Innok Robotics. Für die Ingenieure galt es, die viele Elektronik an Bord des Fahrzeugs zuverlässig vor eindringender Feuchtigkeit zu schützen. Eine spezielle Schutzschicht an der Oberfläche des Roboters sorgt dafür, dass die sich unter Tage bildenden Säuren nicht ins Innere gelangen.

Sonderanfertigung mit vier Motoren

Darüber hinaus mussten die Ingenieure bei der Entwicklung des Roboters weitere Anforderungen berücksichtigen, damit das Fahrzeug im Bergwerk vorankommt. „Der Roboter muss dort Gleise überqueren und Steigungen überwinden können. Außerdem muss er kompakt genug sein, damit er in die Aufzüge passt und Gänge von zum Teil weniger als einem Meter Breite durchfahren kann“, beschreibt Prof. Dr. Jung die Gegebenheiten vor Ort. Die Entwickler von Innok Robotics haben diese Anforderungen mit ihrem Fahrzeug erfüllt: „Für das Projekt Mining-RoX haben wir den stärksten Innok Heros entwickelt, den wir bisher gebaut haben“, sagt Maschinenbauingenieur Alexander Boos, ebenfalls Geschäftsführer bei der Innok Robotics GmbH.

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