Uraltes Kunsthandwerk zum Leben erweckt


21.09.2014 / Presseinformation:

Perlenstrickerin fertigt Unikate mit Akribie und Leidenschaft

Regensburg. „Mir macht das `Machen` Spaß. Ich fertige keine Serien, sondern mache immer etwas Neues, auf alter Grundlage natürlich“, schwärmt Claudia Flügel-Eber, wenn sie über ihre Leidenschaft spricht. Aus der Berufung ist inzwischen ein Beruf geworden. Die 42-Jährige stickt und webt nach uralter Handwerkskunst aus tausenden winzigen Glasperlen Halsbänder, Armbänder, Beutel, Etuis oder Handytaschen, die sie zum Verkauf anbietet. Als Vorlagen für die filigranen Schmuckstücke dienen meist Muster aus dem 19. und angehenden 20. Jahrhundert.

Mit Glasperlen gegen den Strom

Die Oberpfälzerin, die in der Altstadt von Regensburg das Ladengeschäft „Carakess“ betreibt, schwimmt mit ihren handgemachten Sachen gegen den Strom. Oft muss sie die Menschen erst überzeugen, dass sie die feinste Handarbeit selbst herstellt und diese ihren Preis hat. „Ich will ganz bewusst weg vom Mainstream und etwas machen, das sonst keiner macht“, sagt die Sammlerin von Perlenbeuteln und ergänzt: „Es ist zwar anstrengend, aber es erfüllt mich.“

Claudia Flügel-Eber möchte Alt und Neu miteinander verbinden und so die Schönheit der antiquarischen Muster und Modelle bewahren. „Diese schönen alten Dinge dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Ich bewahre Altes, indem ich es ins Moderne übersetze und einer neuen Nutzung zuführe“, beschreibt sie ihre Berufung. Die Autodidaktin reizen die verschiedensten Handarbeitstechniken. Häufig probiert sie selbst wieder eine Methode aus, weil sie wissen möchte, ob sie auch diese beherrschen kann. Die Künstlerin recherchiert, liest sich ein, testet, lernt und ist glücklich damit. Zeit und Geduld spielen die wohl größte Rolle dabei. Geduldig ist Claudia Flügel-Eber, die Zeit nimmt sie sich – zum Weben, Häkeln, Fädeln und Stricken mit Glasperlen in millimetergenauer Kleinstarbeit.

Unikate für jeden Anlass – auch für die Wiesn

Ein besonderer, sehr edler Hingucker ist eine Handytasche, die die Kunsthandwerkerin nach einem Jugendstilmuster aus den 1920er Jahren webte. Es kann das perfekte Accessoire der vornehmen Dame beim Opernbesuch sein. Weltweit gibt es Claudia Flügel-Ebers Angaben zufolge nur drei Stück davon, wovon eines ihrer Mutter und das andere ihr selbst gehört. Die Handytasche hat sie aus rund 10.300 Perlen in unzähligen Arbeitsstunden gewebt.

Zurzeit strickt die gelernte Hotelfachfrau und Steuerfachgehilfin einen Perlenbeutel aus 40 verschiedenen Farben. Als Vorlage dient ein Muster aus dem Nachlass von Bruno Schneider aus dem 19. Jahrhundert. Schon 43 Arbeitsstunden hat die Perlenstrickerin hinter sich, bis Weihnachten will sie den Perlenbeutel fertig haben. Er kann dann die fesche Dame im Dirndl beispielsweise zum Oktoberfest begleiten oder das exquisite Schmuckstück beim romantischen Candle-Light-Dinner, beim Theaterbesuch, bei der Hochzeit oder bei allen anderen festlichen Anlässen sein.

Der Beutel ist kleiner als eine Handtasche und doch groß genug, damit alle notwendigen Dinge hineinpassen, die frau am Abend so braucht. Claudia Flügel-Eber fertigt Perlenbeutel auch auf Wunsch an – so ist das Unikat eben noch individueller. Je nach Größe verarbeitet sie bis zu 18.500 Perlen für einen Beutel von 10 x 20 Zentimetern. Je kleiner die Perlen, desto länger dauert die Anfertigung. Das Auffädeln und linksverschränkte Abstricken von 450 dieser 1,5 Millimeter großen Glasperlen kann schon einmal an die 3 Stunden in Anspruch nehmen. Für ihren Perlenbeutel mit Rehmuster hat die Künstlerin über 100 Arbeitsstunden und rund 23.500 Perlen in 1,5 Millimeter Größe investiert.


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Perlenstrickerin fertigt Unikate mit Akribie und Leidenschaft

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