Mehrsprachigkeit: Chancen nutzen!

27.02.2014 / Pressemitteilung:

Am 6. März 2014 ist Europäischer Tag der Logopädie

An dem Aktionstag wollen Fachleute für die Sprachtherapie sensibilisieren und Betroffenen die Scheu nehmen. Die Herzberger Logopädin Daniela Tieling-Bruns informiert über Fördermöglichkeiten und gibt Eltern nützliche Tipps.

Herzberg am Harz. Der diesjährige Europäische Tag der Logopädie steht in Deutschland unter dem Motto „Mehrsprachigkeit: Chancen nutzen!“ und spricht damit auch das Thema Migration an. Denn Menschen mit Migrationshintergrund wachsen in der Regel mehrsprachig auf. Nach Angaben des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie e. V. (dbl) haben aktuell 19 % der in Deutschland lebenden Menschen einen Migrationshintergrund, von den Kindern unter fünf Jahren sind es sogar 35 %.

Hilfestellung für Eltern und Kinder

Viele Eltern nichtdeutscher Herkunft stellen sich die Frage, in welcher Sprache sie mit ihrem Kind reden sollen. Worauf sollten sie achten, wenn ihre Kinder in einer zweisprachigen Umgebung aufwachsen? Überfordern mehrere Sprachen die Kleinkinder? Leiden sie häufiger an Sprachstörungen? Wie können sie ihre Kinder am besten unterstützen? Was ist zu tun, wenn es Schwierigkeiten mit der Sprachentwicklung in einer oder in allen Sprachen gibt? Diese und viele weitere Fragen beantwortet die Herzberger Logopädin Daniela Tieling-Bruns im Rahmen der dbl-Informationskampagne zum Europäischen Tag der Logopädie. Die Therapeutin möchte betroffene Eltern aufklären und ihnen die Angst nehmen.

Informationsangebot in Herzberg

Tieling-Bruns lädt Interessierte und Betroffene daher zum Schnuppern in ihre Praxis ein und steht ihnen auch am Infotelefon Rede und Antwort. Die Herzbergerin will Eltern vor allem Tipps geben, wie sie ihre Kinder unterstützen können, damit sie die Mehrsprachigkeit nicht als Last empfinden. Vielmehr gelte es, die Ressource spielerisch zu fördern. „Ermöglichen Sie Ihrem Kind viele Erfahrungen an unterschiedlichen Orten, zum Beispiel im Kindergarten, auf dem Spielplatz oder mit deutschsprachigen Freunden“, rät die Logopädin.

„So entdeckt Ihr Kind nicht nur viele neue Wörter, sondern auch die Sprache an sich als Medium der Kommunikation, mit dem es sich mitteilen, etwas bewegen und sich einmischen kann“, macht die Herzbergerin weiter klar. Anders sei es jedoch bei einer Sprachentwicklungsstörung, welche immer alle Sprachen betrifft. „So eine Störung kann in der logopädischen Untersuchung festgestellt werden“, so Tieling-Bruns. Anzeichen sind beispielsweise, wenn das Kind schwer verständlich spricht, nur wenige Wörter zur Verfügung hat oder seine Äußerungen nicht sehr umfangreich sind. Mehrsprachige Kinder mit einer Sprachentwicklungsstörung bräuchten genauso eine logopädische Therapie wie einsprachige Kinder.

Die vollständige Pressemitteilung mit Hinweisen zum Informationsangebot finden Sie hier zum Download.